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Videokonferenzen in der Jugendarbeit – Erfahrungen von einem Online-Computercamp

22.4.2020 | Osterferien, 11:00 Uhr. Die ersten Teilnehmer*innen des Computercamps erscheinen online - und haben Schwierigkeiten. Die einen haben Probleme mit der Technik, andere können sich nicht bei der Programmierumgebung Scratch anmelden. Kein Wunder – es ist schließlich für alle Neuland.


(Erfahrungsbericht verfasst von Harald Walz vom Jugendzentrum Zahnrad)

Zum ersten Mal findet das Computercamp vom Zahnrad mit dem „Fablab mobil“ vom jfc online per Videokonferenz statt.
Ziel für die Woche; eigene Projekte mit Scratch programmieren und das ohne direkten Kontakt, nur online. Nach einer Stunde sind dann auch die technischen Hindernisse beseitigt. Alle sind drin! Es kann endlich losgehen!

Die Jugendlichen widmen sich im Laufe der Woche verschiedenen eigenen Projekten, helfen sich gegenseitig und veröffentlichen ihre Werke, so dass die anderen testen können, was das Zeug hält. Gegenseitig wird munter kommentiert, rezensiert und kritisiert. Das Stimmengewirr ist laut, teilweise verwirrend und anstrengend werden wir abends feststellen – erleichtert darüber, die Ohren wieder entspannen zu können.

Recht schnell wechseln dann auch die Jugendlichen in den Textchat, um sich gegenseitig zu kontaktieren. Es zeigt sich, dass es die richtige Entscheidung war, das Camp mittels Videokonferenz durchzuführen. Gibt es doch den ScratcherInnen die Möglichkeit, sich auszutauschen und einem gemeinsamen Hobby nachzugehen. Wer das nicht möchte oder Ruhe braucht, schaltet einfach alles ab und meldet sich bei Fragen einfach wieder.

Natürlich kann eine Videokonferenz nicht das gemeinsame Lernen vor Ort ersetzen. Gemeinsam mit anderen an Programmen zu arbeiten, so wie wir es in den vorherigen Camps gemacht haben, fehlt. Auch einfach mal zwischendurch mit den FreundenInnen rausgehen und Fußball, Kicker oder Billard spielen, ist nicht möglich. Allerdings macht es einfach Laune mit den Jugendlichen in Kontakt zu sein und sich auszutauschen - gerade in Zeiten, in denen das eigentlich nicht geht. Und es könnte sich als interessante Ergänzung zu den bisherigen Angeboten erweisen. Vielleicht werden wir in Zukunft ähnliche Projekte um diese Möglichkeit erweitern…? Natürlich freuen wir uns erstmal auf das nächste Computercamp im Zahnrad wo wir uns alle real gegenüber sitzen werden.

Hier einige Ergebnisse aus den kreativen Scratch-Projekten der TeilnehmerInnnen: