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Gaming für den Weltfrieden

11.3.2020 | Lual Mayen lebt in Washington D.C., ist Spieleentwickler und Gründer der Firma „Junub Games“ (https://junubgames.com). Und er ist noch keine 30 Jahre alt. Soweit schon beeindruckend, aber über ihn gibt es noch mehr zu erzählen...


Die Geschichte von Lual Mayen ist aber eine besondere.

Er wurde im Südsudan geboren und musste wegen des Krieges dort mit seinen Eltern fliehen. In einem Flüchtlingscamp in Uganda hat er zum ersten Mal einen Computer gesehen. In diesem Camp hat er sich auch das Programmieren selbst beigebracht und seine ersten Spiele entwickelt (einen ausführlicher Artikel über Lual und seine Geschichte gibt es bei NPR (auf Englisch):

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Heute spricht er auf Konferenzen über seine Geschichte. Über seine Firma, seine Spiele und seine Geschichte haben bereits viele amerikanische Medien berichtet, er wurde ausgezeichnet als Global Gaming Citizen. Einer Auszeichnung vom Game Award in Zusammenarbeit mit Facebook Gaming, die inspirierende Geschichten im Zusammenhang mit Computerspielen und -entwicklung würdigen https://thegameawards.com/news/search-global-gaming-citizens).

Mit seiner Firma möchte er Spiele entwickeln, die soziale Veränderungen bewirken können. So wie das Spiel „Salaam“ (bedeutet übersetzt Frieden). Das wird im Sommer veröffentlicht und ermöglicht es den Spielenden, sich in die Rolle von Geflüchteten hineinzuversetzen (Video zum Spiel: https://www.facebook.com/worldeconomicforum/videos/278549559806186/). [url=https://www.npr.org/sections/goatsandsoda/2019/12/11/786740227/a-kid-in-a-refugee-camp-thought-video-games-fell-from-heaven-now-he-makes-them?t=1583848802742]Link[url/]

Im Spiel sind sie selbst auf der Flucht und immer, wenn die Spieler*innen Geld in das Spiel investieren, weil sie zum Beispiel Nahrung oder Medizin kaufen müssen für ihre Figur, geht dieses Geld direkt an Hilfsorganisationen. Lual sagt, damit verbindet er die virtuelle Welt mit der realen.
Wer den Start des Spiels nicht verpassen will, kann sich auf der Webseite von Junub Games in einen E-Mail-Newsletter eintragen. Und dann im Sommer mit einem Computerspiel etwas gutes tun.

Mehr spannendes, inspirierendes, lustiges, überraschendes und wissenswertes gibt es nächste Woche hier im Tiny Feed.