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Wikipedia-Gründer Jimmy Wales will Facebook Konkurrenz machen

6.11.2019 | Vor 18 Jahren hat Jimmy Wales Wikipedia mitgegründet und damit eine Wissensdatenbank gesammelt, die vielen Schüler*innen schon das ein oder andere Referat gerettet haben mag. Wahrscheinlich schaut der/die ein oder andere auch nach der Schulzeit hin und wieder in die Wikipedia.


Jetzt gründet Jimmy Wales eine neue Plattform:



Das soziale Netzwerk WT:social (https://www.heise.de/newsticker/meldung/WT-Social-Wikipedia-Gruender-gruendet-soziales-Netzwerk-4572545.html).

„WT“ steht für WikiTribune, das 2017 als Nachrichtenseite gestartet ist. Bezahlte Journalist*innen sollten zusammen mit Freiwilligen investigativen Journalismus betreiben. Das Projekt war eher weniger erfolgreich. WikiTribune wurde vor wenigen Wochen im Oktober aufgegeben, daraus ist jetzt WT:social entstanden. Es soll als soziales Netzwerk Facebook Konkurrenz machen und wirbt damit, keine Werbung anzuzeigen und die privaten Daten zu schützen. Die Seite soll, ähnlich wie Wikipedia, von Spenden der Mitglieder finanziert werden. Im Gegensatz zur Wikipedia handelt es sich bei WT:social nicht um ein gemeinnütziges, sondern um ein kommerzielles Projekt. Natürlich gibt es auch schon einen Wikipedia-Eintrag: https://de.wikipedia.org/wiki/WT_Social.

Inhaltlich soll der Schwerpunkt weiter bei Nachrichten liegen, die von den Nutzer*innen selbst geschrieben werden. Deshalb haben Mitglieder auch die Möglichkeit, ihre Posts entweder auf „individuell“ zu stellen oder auf „collaborativ“, so das andere den Post bearbeiten oder ergänzen können.

Die Seite ist noch im Aufbau, man kann sich unter https://wt.social allerdings schon registrieren und ein bisschen rumstöbern.
Der eigene Account muss erst von Mitarbeiter*innen freigeschaltet werden, bevor man selbst Posten kann. Dafür gibt es bereits eine Warteliste, auf der (Stand Sonntag) fast 11.000 Personen stehen. Wer sich für eine monatliche oder jährliche Spende entscheidet, kann die Warteliste überspringen. Außerdem rutscht man weiter nach vorne, wenn man Freunde, Verwandte und Bekannte via Link einlädt.

Jimmy Wales hat übrigens versprochen, dass er den ersten Mitgliedern persönlich eine Freundschaftsanfrage schicken wird.
Ob das auf die ersten 10, die ersten 100 oder die ersten 10.000 Mitglieder zutrifft, hat er allerdings nicht gesagt.

Ob WT:social ein ernst zu nehmender Konkurrent für Facebook ist oder schnell wieder verschwindet, bleibt abzuwarten. Jimmy Wales sagte, für ihn wäre das Netzwerk ein Erfolg, wenn er sich wohl fühle (https://www.golem.de/news/wt-social-jimmy-wales-macht-aus-wikitribune-soziales-netzwerk-1910-144717.html).

Wir fühlen uns wohl im Tiny Feed und sagen: Bis nächste Woche!