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Tierisch erfolgreich – Tierische Social Media Stars

4.9.2019 | Ob Tiere wohl wissen, dass sie tausende Likes im Internet bekommen, wenn sie süß sind? Ihre Besitzer*innen scheinen auf jeden Fall zu wissen, wie viel Geld man mit süßen Tieren machen kann. Petfluencer-Marketing nennt sich das. Mehr in unserem aktuellen Tiny Feed.


1. Tierisch erfolgreich – Tierische Social Media Stars



Fahéj ist eine ziemlich freche Dame. So scheint es zumindest, wenn man sich das neue Bild anschaut, dass der Zoo Dortmund von ihr bei Facebook gepostet hat: https://www.facebook.com/ZooDortmund/posts/1161297177390998.

Sie blickt direkt in die Kamera und streckt die Zunge raus. Aber wirklich übel nimmt ihr das niemand, denn das Flachlandtapirweibchen hat ziemlich viel Fans. Bekannt wurde sie im Mai, kurz nach ihrer Ankunft im Dortmunder Zoo. Für ihr erstes Social Media-Foto zeigt sie Zähne und es sieht aus, als lächelte sie uns direkt an. Dieser Post hat mittlerweile über 6.000 Likes und 15.000 Kommentare: https://www.facebook.com/ZooDortmund/posts/1078874698966580 !!

Nach Angaben des Dortmunder Zoos ist es der erfolgreichste Facebook-Post der Seite. Bleibt abzuwarten, ob Fahéj mit ihrer ausgestreckten Zunge diesen Rekord brechen kann. Denn Tiere auf Social Media gehen immer. Die Social Media-Experten sprechen hier von Petfluencern, abgeleiteten von den menschlichen Influencern: https://www.futurezone.de/digital-life/article214912463/Vergesst-eure-Influencer-Die-Tiere-sind-laengst-an-der-Macht.html.

In New York gibt es mittlerweile sogar eine extra Agentur, die nur tierische Social Media-Stars vertritt: https://www.wuv.de/digital/so_vermarktet_the_dog_agency_tierische_influencer.
Laut der Agenturgründerin Lobi Edwards verdienen Petfluencer, bzw. ihre Besitzer*innen mit Werbekooperationen bis zu 16.000 Dollar.
Sollte es für die eigene Influencer-Karriere also nicht reichen, kann vielleicht das Haustier unterstützen.

2. Die App "Konterbunt"



„Sowas hätte es früher nicht gegeben“ – eine typische Stammtischparole, also eine Form von verallgemeinernden und/oder unsachlichen politischen Äußerungen. Thematisch könnte es zum Beispiel hier rum gehen: Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern, eine Beziehung zwischen zwei Menschen unterschiedlicher Herkunft, Asyl und Integration von Geflüchteten.

Vielleicht haben Sie auch schon mal so eine Stammtischparole irgendwo gehört und wollten etwas Kluges, Schlagfertiges oder Deeskalierendes äußern – aber ihnen ist nichts eingefallen.

Mit der App „Konterbunt“ lassen sich Antworten auf unangebrachte, diskriminierende oder fremdenfeindliche Aussagen trainieren. Bei „Konterbunt“ wird man durch Alltagssituationen geführt und mit Aussagen konfrontiert wie „Frauen gehören an den Herd“ oder „Arbeitslose sind faul“. Innerhalb einer Minute muss man aus verschiedenen Antwortmöglichkeiten wählen, welcher Konter passend ist und angebracht ist. Die Reaktion des Gegenüber wird auf einer Skala mit Smileys angezeigt.
Für den besseren Überblick gibt es ein Parolenverzeichnis inklusive guter Antworten. Außerdem bietet Konterbunt einen Strategie-Guide an, der zum Beispiel empfiehlt, Gesprächsregeln herzustellen, Gefühle anzusprechen und Personen mit anderer Meinung nicht zu belehren.
Auf dem Smartphone kommt es zum Teil zu Darstellungsproblemen. In der Web-Version funktioniert es aber gut. Die App wird von der niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung angeboten, in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt.

Web-Version: http://www.konterbunt.de





Ob Sie nun Influencer oder Petfluencer werden: Wir hoffen, Sie nächste Woche hier im Tiny Feed wieder zu sehen.