Kunst & Kabel

2014

Praxisprojekt I


Textilien gestalten mit Schneideplotter & Siebdruck
Dafür haben wir:
- mit Gimp Schablonen aus einem Portrait erstellt
- die Vorlage (mit Silhouette Studio) ausgeplottet
- die fertige Schablone mit Textilfarbe und Siebdruck-Rahmen auf ein T-Shirt gebracht

Im ersten Praxisprojekt wurden in einer Jugendeinrichtung Textilien gestaltet. Das Projekt wurde in zwei Phasen untereilt; die erste Phase diente der Erstellung der Schablone an den Laptops und mit dem Schneideplotter, die andere Phase beinhaltete den (Sieb-)Druck auf das T-Shirt. Die Gruppengröße wurde vor allem durch die Ressourcen bestimmt, eine Gruppe von etwa 10 Teilnehmer_innen war auch ohne Vorkenntnisse in Bildbearbeitung oder Siebdruck von zwei Pädagoginnen/Pädagogen problemlos zu betreuen. Zu Beginn gab es eine 15-minütige Einführung in die Nutzung des Programms „Gimp“. Anschließend sollten die Teilnehmer_innen ein beliebiges Foto mit dem Tool digital ausschneiden und in eine Negativschablone umwandeln. Diese Phase wurde durch die Pädagen/-innen betreut. Zusätzlich gab es sogenannte Peer-Learning-Prozesse, in denen sich die Teilnehmer_innen gegenseitig unterstützten; einige kannten bereits Verfahren und Werkzeuge zur Bildbearbeitung. Die fertige Schablone konnte dann entweder mit einem Skalpell/Teppichmesser oder mit dem Schneideplotter analog ausgeschnitten werden. Anschließend wurde die Schablone am T-Shirt befestigt, die Textil-Farbe auf das Sieb aufgetragen und dann mit einem Rakel gleichmäßig verteilt. Zur Erstellung eines eigenen T-Shirts mit Siebdruck-Schablonen haben die Teilnehmer_innen jeweils ca. 2 Stunden benötigt.




Praxisprojekt II


3D-Druck-Ausprobier-Nachmittag
Dafür haben wir Fragen gestellt:
- Was ist das Interessante am 3D-Druck?
- Wie einfach/schwierig ist die Arbeit mit CAD-Software?
- Wie viel Zeit und welche Untertstützung wird für die Erstellung eines 3D-Modells benötigt?

Folgende Stationen haben wir angeboten: 3D-Drucker und fertige 3D-Modelle, die Arbeit mit Vorlagen z.B. aus thingiverse.com, 3D-Doodler, CAD-Software

Bei dem Ausprobiernachmittag „3D“ ging es darum, die neue Technologie „3D-Druck“ kennen zu lernen. Einführend fand ein Gespräch über 3D-Druck in der Gruppe statt. Was ist 3D überhaupt? Was ist der Unterschied zwischen 2D und 3D? Was gibt es für 3D-Druck-Technologien? Anwendungsbereiche und Funktionen des 3D-Druckers wurden anschließend beschrieben. Die Einführung dauerte ungefähr 60min. Anschließend konnten die Teilnehmer_innen die Software und die 3D-Stifte ausprobieren, sowie Fragen dazu stellen. Nach kurzer Zeit verstanden die Teilnehmer_innen wie sie den 3D-Drucker für eigene Ideen nutzen können (Handyhülle, Deko-Accessoires). Demotivierend schien der (zeitliche) Aufwand; sowohl die Modellierung mit der Software, als auch der Druck an sich würde mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Mit den 3D-Stiften wurden eigene kleine Modelle erstellt und konnten anschließend mit nach Hause genommen werden.




Praxisprojekt III


3D-Selfies zum Selber machen

Ziel des Praxisprojekts „3D-Selfies zum Selbermachen“ war es, einen kreativen Lernort zum Ausprobieren und Erforschen von neuer Medientechnik für Kinder und Jugendliche zu schaffen, in dem gezielt mit analogen und digitalen Materialien/Techniken umgegangen wurde. Da der Umgang mit 3D-Druck und CAD-Software noch relativ unbekannt ist, haben wir versucht, Anknüpfungspunkte an die Lebenswelt von Jugendlichen zu finden: das Erstellen von Selfies. Der Workshop fand in einem sogenannten Fablab für Erwachsene statt, den wir mit verschiedenen Lern-Stationen gestalteten. Über den Prozess von „2D zu 3D“ haben sich die Teilnehmer_innen an verschiedenen Stationen mit unterschiedlicher Technik beschäftigt und eigene Büsten und andere Objekte modelliert. Für die Umsetzung war ein hoher Betreuungsschlüssel notwendig; für jede Station brauchte es mindestens einen Pädagogen/eine Pädagogin, der/die jeweils 2-3 Teilnehmer_innen betreute. Außerdem wurde für die Raum-Gestaltung ein ausreichend großer Raum benötigt.
1. Station „Scherenschnitt“: Ausgestattet mit Schattenwand und einer Kamera, erstellten die Teilnehmer_innen gegenseitig Fotos von den Schatten ihrer Gesichtsprofile.
2. Station „Lasercutter/Schneideplotter“: Anhand der erstellten Vorlagen wurde erklärt, wie ein Lasercutter/Schneideplotter funktioniert. Die Teilnehmer_innen erhielten Einblick in Hardware und Software und konnten ihren eigenen Scherenschnitt aus Sperrholz lasern lassen, gestalten und mit nach Hause nehmen.
3. Station „3D-Doodler“: Die Teilnehmer_innen erarbeiteten sich Kenntnisse über 3D-Technik und –Materialeigenschaften über die Anwendung von 3D-Stiften. Hier konnten wahlweise eigene Motive oder die eigenen Gesichter gezeichnet werden.
4. Station „3D-Scan“: Mithilfe von 3D-Scannern hatten die Teilnehmer_innen die Möglichkeit, ein digitales Selfie zu modellieren. Dafür setzte sich Eine/r still auf einen Stuhl, während der/die Partner/in einmal 360Grad um die Person herum geht und sie scannt. Dann konnten die Teilnehmer_innen ihre Portraits mit der entsprechenden Software bearbeiten und mit kreativen Ideen verändern.
5. Station „3D-Drucker“: Die entstandenen Büsten und Modelle wurden über Nacht gedruckt und konnten am nächsten Tag abgeholt werden.
6. Station „special“: Konzeptionell nicht relevant, aber trotzdem sehr beliebt, war die Ausprobierstation bei der gelötet werden konnte. Die Teilnehmer_innen konnten in einem Schnellkurs eigene Ringe mit Münzen zusammen löten und gestalten. Diese Station sollte ggf. Wartezeit zwischen den anderen Stationen minimieren.